Tarifvertrag landwirtschaftliche lohnunternehmen niedersachsen

“In den letzten 15 Jahren ist der Anteil der direkt bei Fleischindustriebetrieben beschäftigten Arbeitnehmer stark zurückgegangen und die Zahl der Beschäftigten bei Subunternehmern gestiegen”, sagt der Berater. Glücklicherweise wurden Änderungen auf dieser Ebene sichergestellt. Im Jahr 2015 haben sich 18 Unternehmen verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Mitarbeiter ihrer Zulieferer nach deutschem Recht arbeiten. Sie sehen jedoch keine Verringerung ihres Rückgriffs auf Subunternehmer vor, obwohl dies laut NGG der Kern des Problems ist. Im Jahr 2014 unterzeichneten rund 50 Unternehmen der Branche einen Verhaltenskodex für die Unterbringung von Wanderarbeitnehmern. Der Kodex ist nicht rechtsverbindlich, sondern eine Richtlinie, zu deren Befolgung sie sich verpflichtet haben, um eine Erniedrigung der Lebensbedingungen zu verhindern. Ihre Unterauftragnehmer sind auch grundsätzlich verpflichtet, die gleichen Standards einzuhalten. Die Gewerkschaft fordert, dass der Tarifvertrag die Unternehmen der Branche verpflichtet, ihren Anteil an den Direktbeschäftigten jährlich um 10 Prozent zu erhöhen. Es würde in der Tat nichts anderes sein, als die Einhaltung des Gesetzes zu gewährleisten. Laut Mazurek liegt der Anteil in den vier großen Gruppen, die die Branche in Niedersachsen dominieren, bei bis zu 50 Prozent. Die Notderzeit der Arbeitnehmer in diesem Sektor wurde vor einigen Jahren allmählich aufgedeckt: Bruttostundenlöhne von 5 € (5,20 US-Dollar) oder weniger, Wanderarbeiter aus Osteuropa drängten sich in Unterkünften, die für menschliche Sanieren ungeeignet waren und für die sie Hunderte von Euro zahlen mussten, 12 bis 14 Stunden tage und extrem gefährliche Arbeitsbedingungen. “Das kostet die Unternehmen weniger und ist arbeitsrechtlich flexibler. Subunternehmer erhalten im Durchschnitt 60 Prozent weniger Lohn als direkte Arbeitnehmer.

Und wenn es bei einem Zulieferunternehmen ernste Ausbeutungsprobleme gibt, sind die Unternehmen, die bei ihnen Aufträge vergeben, in der Lage, den Schwarzen Peter zu übergeben und ihr Image zu schützen, indem sie einfach zu einem anderen wechseln. In der Vergangenheit waren viele von ihnen Shell-Unternehmen, nicht mehr als Briefkastenfirmen, die in der Slowakei oder Polen registriert waren und so genannte entsandte Arbeitnehmer beschäftigten, die die dort geltenden Lohnsätze und Sozialversicherungsbeiträge erhielten.” 2014 wurde im Fleischsektor ein sektoraler Mindestlohn eingeführt. Sie lag damals bei 7,75 € pro Stunde und liegt derzeit bei 8,75 €, nicht mehr als der 2015 in Deutschland eingeführte nationale Mindestlohn. Rund 350 Millionen Geflügel, 19 Millionen Schweine und über 500.000 Kühe werden jährlich in den Schlachthöfen Niedersachsens, einer landwirtschaftlichen Fläche im Nordwesten des Landes, geschlachtet. Die versprochenen Verbesserungen sind größtenteils noch nicht eingetreten. Durch die Alarmierung der lokalen Behörden und der Presse und die Schaffung spezieller Unterstützungsstrukturen für Wanderarbeitnehmer in der Branche ist es den Gewerkschaften in diesem Sektor in den letzten zwei Jahren gelungen, eine Reihe von Veränderungen zu erreichen. “Normalerweise kann in Deutschland Das Zulieferwesen nur für Zubehöraufgaben verwendet werden, die nicht zum Kerngeschäft eines Unternehmens gehören. Das ist im Fleischsektor nicht der Fall. Weit geganzst”, sagt Mazurek.

“Verabscheute Sklaven in deutschen Schlachthöfen”, titelte die Süddeutsche Zeitung im Juni 2013. “Die Fleischindustrie nutzt die osteuropäischen Arbeitnehmer systematisch aus”, berichtete Die Zeit im darauffolgenden Jahr. “Die öffentliche Empörung muss geweckt werden, um die Situation zu verbessern. Das haben wir in der Region getan. Die Kirche begann sich dann zu engagieren und die Medien interessierten sich für die Angelegenheit. Die Wanderarbeiter sind jetzt in besseren Und kostengünstigeren Unterkünften an Bord”, sagt Thomas Bernhard, Regionalsekretär der NGG. Ein solcher Betrag würde ausreichen, um sich in einem einfachen Hausoder sogar für eine kleine Wohnung selbst zu beherbergen. “Aber die Arbeitnehmer akzeptieren, weil sie bei der Arbeit und der Unterkunft doppelt von ihrem Arbeitgeber abhängig sind.

Wenn sie protestieren, laufen sie Gefahr, sich auf der Straße wiederzufinden.” Nach den zahlendes Zahlen des Arbeitgeberverbandes selbst, des Verbandes der Ernährungswirtschaft, sind mehr als die Hälfte der Beschäftigten in der Branche bei Subunternehmern oder als Leiharbeiter beschäftigt.

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